Kirche im Coiffeursalon?

Haircut (Foto: Gabriela El – Unsplash)
Was passiert, wenn Kirche dorthin geht, wo Menschen im Alltag sind? In [Ort] soll bald ein Gottesdienst im Coiffeursalon stattfinden – zwischen Haarschnitt, Kaffeetasse und Spiegelbild.
Cindy von Bergen,
Kirche ist da, wo Menschen sind – das ist mehr als ein schöner Gedanke. In der reformierten Kirchgemeinde Musterhausen wird er jetzt konkret: Gemeinsam mit dem Team eines lokalen Coiffeursalons plant der Pfarrer Mustermann einen Gottesdienst der besonderen Art. Statt Orgelmusik gibt’s Hintergrundradio, statt Kirchenbänke Friseurstühle – und statt Abstand persönliche Nähe.

«Im Salon reden Menschen über alles Mögliche: Sorgen, Hoffnungen, Lebensgeschichten. Warum nicht auch über den Glauben?», sagt der Pfarrer. Der geplante Gottesdienst soll niederschwellig, offen und überraschend sein – mit kurzen Impulsen, Gebet und Raum für Begegnung.

Das Projekt steht unter dem Motto: «Spiegelbilder – wie sehe ich mich, wie sieht mich Gott?». Auch der Saloninhaber ist begeistert: «Unsere Kund:innen werden vielleicht zum ersten Mal mit Kirche in Berührung kommen – ganz ohne Schwellenangst.»

Der Termin wird bald bekanntgegeben. Wer sich traut, kann kommen – mit oder ohne Termin, mit oder ohne Haarschnitt.